31.05.2008   Michael Ritter
Wer den Pfennig nicht ehrt - Betrug in Centschritten 

Nach einem Bericht der PCPro hat sich ein Hacker in den USA die stolze Summe von US$ 50.000,- ergaunert - zusammengesetzt aus ca. 58.000 Einzelüberweisungen. Die Kleinstbeträge wurden ihm (fast) völlig freiwillig von Unternehmen wie Paypal, E-trade oder Schwab überwiesen.

Der Trick ist denkbar einfach: diese und andere Unternehmen verifizieren die Gültigkeit von Zahlungsdaten bzw. den Zugriff des Inhabers auf ein Konto durch Überweisung von Kleinstbeträgen zwischen einigen Cent und ca. zwei Dollar. An sich kein Problem - bis jemand eben ein paar mehr Konten eröffnet.

Genau dies hat der findige Kalifornier Michael Largent getan: per Skript etwa 58.000 Konten eröffnet und die Kleinstüberweisungen auf andere Konten transferiert, auf die er direkten Zugriff hatte. Alleine mit Google Checkout brachte ihm das US$ 8.000,-. Das beste daran: als Largent wegen tausender eingehender Überweisungen von seiner Bank kontaktiert wurde, erklärte er sein Vorgehen und sah sich völlig im Recht - er habe schließlich die Geschäftsbedingungen der jeweiligen Anbieter gelesen.

Die Tatsache, dass er beim Eröffnen der Konten falsche Namen (inkl. diverser Cartoon-Figuren), Adressen und Sozialversicherungsnummern angab, schien ihn nicht weiter zu belasten. Nun wird er eines besseren belehrt: er steht wegen verschiedener Betrugsdelikte vor Gericht.


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 Kommentare
03.06.2008 16:19:06  //  MakIsen  //  http://www.sonnenschutz-projekt.de/
Wer den Pfennig nicht ehrt - Betrug in Centschritten

Super Idee eigendlich nur schade das es dann doch noch schief gegangen ist.

Man muss halt nur ideen haben

05.06.2008 20:50:48  //  Ivana  //  http://bestpoker.blogsome.com/
Wer den Pfennig nicht ehrt - Betrug in Centschritten

So etwas machen große Firmen im Handel doch auch, es fällt nur niemanden auf oder es sagt keiner. Da wird hier oder da mal eine Abrechnung mal nicht ganz genau abgerechnet, natürlich zu Gunsten der Firmen und das mal hochgerechnet kommt da mit Sicherheit eine stattliche Summe zusammen.

28.07.2008 11:45:17  //  Coaching XP  //  http://www.nlp-ausbildung.de/
Wer den Pfennig nicht ehrt - Betrug in Centschritten

Nun, er hätte die Konten auf Kooperationspartner eröffnen sollen. Dann wäre alles legal.

24.08.2008 18:19:09  //  Gast  // 
Wer den Pfennig nicht ehrt - Betrug in Centschritten

Sagt auch viel über die Sicherheitsvorkehrungen bei den Banken, wenn ein Script mit Comicnamen gefüttert mal eben knapp 60.000 Konten eröffnen kann *Kopfschüttel*



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