Beamte des aserbaidschanischen
Ministeriums für Nationale Sicherheit, einer Behörde sowohl mit geheimdienstlichem als auch polizeilichen Aufgaben, haben nach verschiedenen Medienberichten die Identität von Bürgern ermittelt, die beim
Eurovision Song Contest 2009 in Moskau für den Beitrag Armeniens gestimmt haben. Mindestens ein Betroffener wurde verhört und aufgefordert, sein Handeln schriftlich zu begründen.
Der Beitrag Armeniens erhielt in Aserbaidschan keine Punkte. Trotzdem hatten anscheinend einige Bürger des Landes für den Beitrag des Erzfeindes gestimmt. Einer dieser Bürger war Rovshan Nasirli, der letzten Mittwoch in das Ministerium für Nationale Sicherheit in Baku geladen und aufgefordert wurde, sein Verhalten zu erklären.
Nasirli sagte Reportern, man habe ihm mitgeteilt, dies sei wichtig für die nationale Sicherheit und er wäre "psychologischem Druck" ausgesetzt worden. Er wurde freigelassen, nachdem er eine schriftliche Erklärung bzgl. seines Verhaltens unterzeichnet hatte. Einer der Mitarbeiter des Ministeriums soll eine Liste mit 43 Namen und Kontaktdaten auf seinem Schreibtisch gehabt haben. Nasirli vermutet, es handele sich dabei um weitere Aserbaidschaner, die beim Eurovision Song Contest für Armenien gestimmt hatten.
(Quelle: u.a.
HyeMedia)
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